Hallo ihr Lieben,
kürzlich bin ich über einen Artikel gestolpert, der eine wunderbare Frage aufwirft: Wer sagt eigentlich, dass Unkraut schlecht ist? In unseren Gärten führen wir oft einen erbitterten Kampf gegen Löwenzahn, Giersch und Co., nur weil sie nicht in das Bild des perfekten, englischen Rasens passen.
Dabei sind diese „Unkräuter“ oft die stärksten, widerstandsfähigsten Pflanzen, die den Boden tief verwurzeln, wertvolle Nährstoffe liefern und Insekten anziehen. Sie sind reine, ungezähmte Natur.
Von der Wiese zu unseren Füßen
Als ich das las, musste ich unweigerlich an unsere Körper denken – und natürlich an unsere Füße. Wie oft ordnen wir unsere eigene Biologie irgendwelchen künstlichen Normen unter?
Seit Jahrzehnten gilt ein spitzer, schmaler Fuß in eleganten Schuhen als „schön“. Ein Fuß hingegen, der sich natürlich ausbreitet, bei dem die Zehen Platz haben, wird oft als zu breit oder unästhetisch empfunden. Wir behandeln unsere eigene, natürliche Biomechanik quasi wie Unkraut, das es wegzuschneiden oder in Form zu pressen gilt.
Schluss mit dem perfekten Rasen!
Bei JULION CENDARA plädiere ich für mehr „Unkraut-Mentalität“ und unsere geliebte sture Gelassenheit. Ein steriler Rasen ist ökologisch tot. Ein Körper, der nur noch funktioniert, um einer äußeren Norm zu entsprechen, verliert seine natürliche Kraft und Flexibilität.
Lasst euch Raum: Gebt euren Füßen den Platz, den sie brauchen, um euch sicher durchs Leben zu tragen.
Hört auf euer System: Wenn euer Nervensystem nach Ruhe verlangt, ist das kein störendes Unkraut, sondern ein lebenswichtiges Signal eurer Natur.
Feiert eure Einzigartigkeit: Wir müssen nicht in die genormten Schablonen der Gesellschaft passen. Wahre Gesundheit ist oft wild, lebendig und individuell.
Ein bisschen wilder leben
Lasst uns aufhören, gegen unsere eigene Natur anzukämpfen. Genauso wie ein Garten erst durch seine Vielfalt richtig aufblüht, so findet auch unser Körper erst in seiner natürlichen Form zu wahrer Stärke.
Lasst beim nächsten Mal den Löwenzahn im Garten einfach stehen – und schlüpft aus den engen Schuhen, um der Natur ihren Lauf zu lassen.
Alles Liebe,
Eure Jutta Arntz
JULION CENDARA ✨